Karate Dojo Kazuya Sasbach e. V.
Mehr als ein Sport!
Kazuya
Kihon
Kata
Kumite

 

Das Karate, welches wir heute kennen, ist eine relativ neue, aber dennoch sehr traditionelle Kampfkunst.
 
Vor circa 1400 Jahren wanderte Daruma, der als Gründer des Zen-Buddhismuses bekannt ist, aus Westindien aus, er überquerte das Himalaja um nach China zu gelangen. Dort verbreitete er seinen Glauben. Schon bald missionierte er auch in einem Shaolin-Tempel. An diesem Punkt beginnt die Geschichte des Karate-Do. Im Tempel entwickelte er großes gefallen am harten Training von Geist und Körper. Später wurden speziell die Mönche bekannt für ihren Mut und ihre Geduld. In China wurde diese Art des Trainings nach ihrem Ursprung als "Shorin-Ji-Kempo" bekannt.
Nach einiger Zeit begann dann auch die Verbreitung auf den Ryu-Kyu-Inseln wie zum Beispiel auf Okinawa. Okinawa, das als Ursprungsland des Karate gilt, liegt als größte Inselgruppe der Ryu -Kyu-Inseln circa 500 Kilometer von Japan (Festland) entfernt. Die Bewohner von Okinawa lebten hauptsächlich vom Fischfang und der Landwirtschaft, aber auch vom Handel mit den Nachbarländern. Dieses Gebiet war bis etwa zum 15. Jahrhundert in drei Königreiche eingeteilt: Chuzan; Nazan; Hokuzan.
Diese bekriegten sich sehr heftig. 1429 wurde Okinawa unter den König von Chuzan, Sho Hashi, vereinigt. Dies sollte sich für die Insel lohen, weil dessen Lage einen hohen Stellenwert als Zentrum für den wachsenden Handel mit den Nachbarländern Japan, Taiwan, Korea und China eingenommen hat. Durch diese politischen und kulturellen Einflüsse wurden auch regionale Kampfkünste verbreitet. Das bezieht sich auf den Umgang mit Waffen, der Umgang mit Pfeil und Bogen sowie mit Schwertern. Es ist in vielen Darstellungen des modernen Karate noch immer der Irrtum, dass die Chinesen den Einwohnern Okinawas die Kampfkünste beigebracht haben und das sie daraus ihr System, das Karate entwickelten. Kenner gehen davon aus, dass die ältere Kampfkunst Te (Te= Hand) bereits vor dem Einfluss Okinawas existierte. Die Einflüsse von China auf das so genannte Okinawa-Te wirkten eher indirekt. Etliche Gesandte brachten 1372 unter der Regentschaft von König Satto Elemente chinesischer Kampfkünste zurück auf Okinawa. Es gab nur kleine Schulen, zum Beispiel in Familien, deshalb sind später auch verschiedene Stilrichtungen entstanden. Man kann die Techniken des Te in zwei unterschiedliche Kampfsysteme unterteilen:
 
§         von landwirtschaftlichen Seite betriebene Kampfkunst mit "tiefen Ständen, um sie aus einer tiefen Stellung heraus mit Armen und Beinen zu verteidigen";
 
§         "kraftvoller Stil mit zahlreichen starken Armbewegungen was auf die Fischer zurückzuführen ist".
 
Der Gebrauch von Waffen wurde zum ersten Mal unter der Herrschaft von Sho Shin (1477-1526) verboten. Sie waren sehr geschickt und kreativ im Umgang mit Waffen. Sie nahmen alltägliche Dinge und verwendeten sie als Waffen. Das belegt mal wieder die alte Weisheit: "Not macht erfinderisch..." Sie wollten sich damit also wehren. Seit 1609 beeinflusst Japan diese mythenreiche Insel. Die ganzen Waffen wurden untersagt, sogar die zeremoniellen eingesetzten Schwerter wurden verboten. Zum ersten Mal stand die Bevölkerung mit "Leeren Händen" da.
 
Nun standen sie vor einem großen Problem. Wie sollten sie die Techniken erhalten? Ganz einfach, sie verpackten sie in die so genannte Kata, was heute als Form bezeichnet wird. Man ist sich aber nicht sicher, ob es die richtige Bezeichnung dafür ist. So blieben also die Techniken über Jahrhunderte erhalten. Diese wurden geheim, und meist von den Familienvätern an die Söhne weitergegeben. Okinawa gehörte 1875 offiziell zu Japan. Am Ende des 19. Jahrhunderts konnte man erst von einer einheitlichen Kampfkunst sprechen. Die Bezeichnung "Kara" (chinesische Hand) war zu ehren von China. Später, um 1922 wurde die Schreibweise von Gichin Funakoshi für Karate definitiv geändert. Heute steht "Kara" für leer. Also ab diesen Zeitpunkt heißt Karate "Leere Hand". Nach dem großen Erfolg des Karate stieg das Interesse an dieser Kampfkunst und es wuchs die Anzahl an Dojos (Trainingsstätten) und Lehrern.
Gichin Funakoshi
Die 20 Regeln des Karate-Do nach Funakoshi
01.  
Vergiss nie: Karate beginnt mit rei und endet mit rei. (rei bedeutet hier Respekt, Höflichkeit)
02. 
Im Karate gibt es keine erste Hand. (Im Karate gibt es keinen ersten Angriff.)
03. 
Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.
04. 
Erkenne dich selbst zuerst, dann den anderen.
05. 
Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.
06. 
Lerne deinen Geist zu kontrollieren und befreie ihn dann.
07. 
Unheil entsteht durch Nachlässigkeit.
08. 
Denke nicht, Karate findet nur im Dojo statt.
09. 
Die Ausbildung im Karate geht ein Leben lang.
10.
Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate. Das ist der Zauber der Kunst.
11. 
Wahres Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig wärmst.
12. 
Denke nicht ans Gewinnen, doch denke darüber nach, wie du nicht verlierst.
13. 
Wandle dich abhängig vom Gegner..
14. 
Der Kampf hängt von der Handhabung der Strategien ab.
15. 
Stelle dir deine Hand als Schwert vor.
16. 
Wenn man den Schutz des Hauses verlässt, dann hat man viele Gegner.
17. 
Das Einnehmen einer Haltung gibt es beim Anfänger, später gibt es den natürlichen Zustand.
18. 
Übe die Kata korrekt. Im echten Kampf ist das eine andere Sache.
19. 
Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.
20. 
Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem.

Das Dojokun

Hitotsu! Jinkaku kansei ni tsuto nuru koto.
Strebe nach einem vollkommenen Charakter.

Hitotsu! Makoto no michi o mamoru koto.
Sei ehrlich und zuverlässig.

Hitotsu! Do ryoku no seishin o yashinau koto.
Strebe danach, vorbildlich zu sein.

Hitotsu! Rei gi o omonzuru koto.
Respektiere jeden.

Hitotsu! Kekki no you o imashi muru koto.
Unterlasse gewalttätiges Verhalten.

Die 8 Grundsätze für (Karate)Lehrer

Karate ist für mich eine Kampfkunst, Lebenseinstellung und stetiger Motivator. Es ist wichtig das Training ernsthaft zu betreiben und den ganzen Körper sowie den Geist zu schulen.
Handle verantwortungsbewusst und mit Würde. Habe Geduld mit deinen Schülern, nötige sie zu nichts, sondern lehre sie durch dein Beispiel.

Achte auf eine Atmosphäre von Disziplin, Respekt und Vertrauen, doch erzwinge sie nicht mit autoritären Regeln.

Beurteile deine Schüler nicht nach ihrem körperlichen Talent, sondern nach ihrem Charakter und ihrer Selbstdisziplin.

Versuche, jeden Schüler individuell zu unterrichten und setze ihm Ziele entsprechend seiner persönlichen Fähigkeiten und Anlagen. Ermögliche den Einzelnen eine Entwicklung innerhalb ihrer Möglichkeiten.

Lehre nichts, was du selbst nicht verstanden hast, und vermittle nicht den Eindruck, dass dein Wissen und deine Fähigkeiten endgültig sind. Verberge deine Fehler nicht und sei deinen Schülern vor allem ein ehrlicher Freund.
Denke nicht, dass deine Autorität auf deiner Position oder deiner Graduierung beruht, sondern lehre mit deiner wahren Persönlichkeit.

Erinnere dich daran, dass auch dein Fortschritt der jahrelangen Pflege durch deine Lehrer bedurfte und ebenso viel Geduld erforderte, wie du nun deinen Schülern gegenüber aufbringen musst.

Konzentriere deine persönlichen Anstrengungen nicht nur auf die körperliche Übung, sondern auch auf das Studium des Karate als Kunst.
Suche deine Herausforderungen in erster Linie in der Perfektion deines Selbst.

Vergiss nie, dass du auch selbst immer Schüler bist. 
Willkommen
Über uns
Karate
Karate Kids
Training
Sponsoren
Sonstiges / Links
Bildergalerie
Kontakt / Impressum
Mehr als ein Sport!